DAX – Abwärtspotenzial bereits erschöpft? Eine Bestandsaufnahme

Chartanalyse DAX - Abwärtspotenzial bereits erschöpft
Chartanalyse DAX - Abwärtspotenzial bereits erschöpft
 

Spielen die Börsen jetzt verrückt? Nein! In mehreren Berichten konnte man jetzt von einem Börsen-Crash lesen, und nicht wenige Börsianer zeigen Nervosität. Das klingt viel zu dramatisch. Bevor man von Zusammenbrüchen und katastrophalen Börsentagen spricht, sollte man sich die Relationen anschauen. Wir haben über mehr als ein Jahr eine sehr niedrige Volatilität beobachten können. Wenn der DAX sehr oft zwischen 0,3 und 0,5 % ansteigt, dann wirkt ein Verlusttag von -2 % dramatisch. Historisch gesehen, sind solche Verlusttage nicht ungewöhnlich. Doch ist das DAX – Abwärtspotenzial bereits erschöpft?

 

Technische Ausgangssituation des DAX

Zunächst können wir festhalten, dass der deutsche Leitindex ein klassisches Doppeltop bildete. Das ist eine typische bearishe Umkehrsituation, die beim Versuch der Überwindung eines Widerstandes entsteht. Infolgedessen prallte der Kurs nach unten ab, und sucht nun die nächst tiefere Unterstützung. Diese sollte bei 12.000 Punkten liegen. Der Wert ist nicht mehr weit entfernt, daher ist ein panikartiges Verkaufen jetzt unangebracht.

 

DAX - Abwärtspotenzial bereits erschöpft - Chartanalyse
DAX – Abwärtspotenzial bereits erschöpft?

 

DAX – Abwärtspotenzial oder Seitwärtsmarkt?

Man kann davon ausgehen, dass der DAX in den kommenden Monaten eine Seitwärtsbewegung zwischen 12000 und 13500 Punkten vollziehen wird. Unterstützt wird die Annahme durch den RSI-Indikator. Im unteren Teil des Charts ist der RSI des OBV abgebildet (schwarz gepunktete Linie). In den vergangenen zwei Jahren bildeten sich vier markante Tiefpunkte bei den RSI-Werten 39 + 38 + 42 und 37. Zum aktuellen Zeitpunkt steht der RSI bei 40. Die Zahlen machen deutlich, dass ein Tiefpunkt in absehbarer Zeit gefunden werden müsste.

Die Zahlen basieren auf einem Wochen-Chart. Deshalb wird der Tiefpunkt weder heute noch morgen gefunden werden können. Gehen Sie davon aus, dass der DAX ein oder zwei Wochen benötigt. In dieser Zeit wird er vermutlich kleine überraschende Bewegungen bringen. Es ist aber nichts, was uns beunruhigen sollte. Kleine unerwartete Bewegungen sind Teil eines Bodenbildungsprozesses. Der DAX muss die die Belastbarkeit der Börsianer erst testen.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Christian Lukas

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Christian Lukas
Über Christian Lukas 38 Artikel
Christian Lukas beschäftigt sich seit 1998 mit der Börse. Als privater Trader handelt er in erster Linie den DAX- und den Bund-Future. Seine Spezialität ist das Volumen-Trading. Dabei wird der Kursverlauf mit dem Volumen in eine Beziehung gesetzt. Seine Webseite ist: www.trading-ideen.de

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