Darwinex 2.0 seit 02.04.17 online

 

Darwinex erstrahlt seit dem Wochenende nicht nur im neuen Design, sondern auch mit einigen wesentlichen Änderungen zur Kalkulation der Finanzprodukte, den sogenannten DARWIN’s (Dynamic and Risk Weighted Investments) als Darwinex 2.0 seit 02.04.17 online.

Darwinex erstrahlt zu neuem Leben (DARWIN’s)

 

Wer oder was ist Darwinex eigentlich?

Die Gebrüder Colòn gründeten das Unternehmen in 2012 unter dem Namen tradeslide.

Javier tradet, seit er 15 Jahre alt war. Wie viele andere Trader hatte auch er Ups und Downs zu verkraften, bis er seit 2011 konstant mit seiner Strategie profitabel wurde. Allerdings erkannte er auch, dass das Trading des eigenen Geldes als Geschäftsmodell Grenzen hat, um dauerhaft und beständig davon leben zu können – Stichwort Unterkapitalisierung.

Es brauchte also Investoren. Dem stehen natürlich eine Vielzahl Hürden im Weg, um Investorenkapital managen zu dürfen wie u.a. Regulierung. Die administrativen und technischen Voraussetzungen für z.B. einen kleinen Hedgefonds sind sehr anspruchsvoll und mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden. Javier befindet sich nach Auskunft seines Bruders Juan somit in trauter Gemeinschaft mit vermutlich 3-5 Millionen Tradern weltweit. Diesen Tradern eine eigene Plattform zu schaffen, mit ihrem Talent und Können Investorenkapital anzuziehen und daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell für alle beteiligten Seiten zu entwickeln – das ist das Ziel von darwinex (ehemals tradeslide). Glaubt man den Aussagen von CEO Juan Colòn, so möchte darwinex in den kommenden Jahren die besten 10.000 Trader auf der Plattform bündeln und das Anlageprodukt DARWIN als eigene Assetklasse etablieren. (siehe Artikel auf fusionwire.net)

 

Was macht das Team von Darwinex also anders als andere?

Ich bin das erste Mal 2013 auf Darwinex gestoßen. Damals hieß das Unternehmen noch tradeslide. Tradeslide stellte Forextradern eine Plattform zur Verfügung, ihre Handelsstrategie regelrecht zu sezieren und aus der Lupe des Investors zu betrachten. Der Trader konnte einen MT4-Account einlesen und der Algorithmus von tradeslide analysierte die Aktivitäten nach verschiedenen Kriterien. Aus diesen wurde ein Score gebildet, der ts-score, der Auskunft über die Investierbarkeit aus Sicht des großen Geldes gab. Man kann es in etwa mit den Statistiken von fxstat, fxblue oder myfxbook vergleichen. Tradeslide ging jedoch einige Schritte weiter und hielt dem Trader den Spiegel vor.

Dieser Spiegel sagte Dir, bist Du gut genug, dass man Dir größere Gelder anvertrauen kann, bzw. um überhaupt attraktiv zu werden. In den letzten Jahren hat sich trotz vieler Weiterentwicklungen an diesem Kern nicht viel geändert. Nach einer Namensänderung in darwinex, angelehnt an die Darwinsche Entwicklungstheorie kann der Trader seinen Track Record weiterhin in das System einlesen. Dieses analysiert die Historie und klassifiziert die Strategie. Der Trader handelt anschließend seinen Account bei seinem eigenen Broker weiter oder migriert ihn auf darwinex und handelt beim hauseigenen Broker. Nur dann kann auf diese Strategie das eigentliche Finanzprodukt – darwin – aufgesetzt werden. 

Darwinex Trackrecord einlesen

Darwinex setzt auf die Strategie ein eigenes Risikomanagement und repliziert die Trades des Händlers sozusagen gefiltert. In den heutigen Darwinex Score fließen verschiedene Kriterien ein. Diese basieren weiterhin auf dem Kern von 2012.

  • Erfahrung
  • Risikomanagement
  • Disziplin
  • Timing
  • Performance
  • Skalierbarkeit

Warum nun gerade diese Kriterien?

  • Je mehr Erfahrung der Trader hat, desto höher ist die statistische Wahrscheinlichkeit, Glück auszuschließen
  • Je stabiler das Risiko, desto investierbarer ist eine Strategie; wird das Risiko verändert oder bleibt es über alle Trades gleich
  • je konsequenter Hebel eingesetzt werden, desto investierbarer ist die Strategie
  • je geringer die Verlustaversion, desto investierbarer ist die Strategie; werden SL und TP kontinuierlich eingesetzt, Verhältnis durchschnittliche winner/loser etc.
  • je konsequenter die Positionsausstiege, desto mehr sind sie Beweis für eine funktionierende Strategie; erfolgen Ein- und Ausstiege im optimalen Zeitrahmen
  • Schlägt die Strategie Zufallsstrategien mit vergleichbarem Risiko? ( Monkey Test)
  • verkraftet es die Strategie, höheres Kapital zum managen; Slippage, Volatliltät, Liquidität der gehandelten Assets

Schaut man sich die Kriterien im Detail an und seziert die einzelnen Strategien, kann man sofort erkennen, an welchen Stellschrauben noch zu drehen ist. Dies ist ein wesentliches Hilfsmittel für den Trader, sich erfolgreich weiterzuentwickeln.

Als Trader sollte man dies als Herausforderung sehen, dem eigentlich Ziel näher zu kommen:

Können Investoren mir und meiner Strategie vertrauen? Und hier nicht für paar Tausend Euro, sondern möglichst ein Vielfaches davon. All dies soll nicht dazu führen, dass man sich als Trader verbiegt. Der Trader kennt sein Risiko, der Investor aber kennt nicht das Risiko des Traders !

Und genau hier ist die Schnittstelle – Risikomanagement darwinex. Durch den Zauberkasten von darwinex hat der Investor ein kalkulierbares Investmentprodukt.

 

DarwinIA Challenge – der monatliche Wettbewerb für AuM Kapital

Kennt ihr eine Social Trading Plattform oder Broker, die den besten Tradern des Hauses Kapital gegen Gewinnbeteiligung zuweist? Es gibt keinen Anbieter, der dies macht. Anders Darwinex. Aus einem überschaubaren monatlichen Preisgeld für die besten Strategien entwickelte Darwinex eine Challenge, bei der den monatlich besten Darwins ein gewisses Kapital an AuM zugewiesen wird. Die Händler haben dann die Möglichkeit, dieses für 6 Monate gegen eine Gewinnbeteiligung von 20% mit High Watermark zu managen. Der Topf im März belief sich auf 2 Mio Euro, aktuell im April sind es 4 Mio Euro. Darwinex legt aber nicht 4 Mio Euro auf den Tisch, sondern hebelt die AuM über ihren Algorithmus.

Per Monatsende März  konnten bereits 7 Trader mehr als 10.000 Euro Performancevergütung einstreichen.

Darwinex Performance und Vergütung

 

Welche Änderungen wurden nun im April 2017 vorgenommen?

 

Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Anders ausgedrückt, nicht jede Idee der Entwicklung findet sofort Anklang beim Publikum und aus Erfahrung wird man klug. So auch das Team um Juan Colon, das im Laufe der letzten zweieinhalb Jahre viele Anregungen aufnahm, einige jedoch nach kurzer Zeit wieder verworfen hatte.

Dreh- und Angelpunkt der Kritik waren jedoch offenbar die Risikoalgorithmen, die auf die gehandelten Strategien der Trader aufgesetzt wurden. Anfänglich waren es 3 Risikoklassen, die aus einer Strategie gebastelt wurden. Seit mehr als einem Jahr dampfte man dies auf ein Produkt ein mit einer Kennziffer von monatlich 20% VaR . Dies stieß jedoch angesichts einer Vielzahl von risikofreudigen Strategien nicht nur auf Zustimmung. Da die Originalstrategien der auf Darwinex aktiven Händler durch den Risikoalgorithmus gehebelt werden, führte dies zu einigen unschönen Drawdowns einiger Darwins.

Mit dem Relaunch von Darwinex wurde daher vor allem an dieser Schraube gedreht. Es erfolgte eine Reduktion auf nur noch 10% VaR. Einen ausführlichen Blogartikel findet ihr direkt bei Darwinex.

 

Was bedeutet dies nun in der Praxis?

 

Alle gelisteten Darwins wurden neu kalkuliert. Neue Käufe wären nur in der neuen Version möglich. Bestehende Demoportfolios wurden jetzt zurückgesetzt. Es ist nur noch der Erwerb der adjustierten Darwins möglich.

Demoportfolio Darwinex
Demoportfolio Darwinex

 

Wie ihr dem Screenshot entnehmen könnt, ist für risikofreudige Investoren weiterhin ein Investment nach altem Stil möglich – durch Verdopplung der Leverage.

Was passiert mit den Preisen aus der monatlichen  DarwinIA Challenge?

Im März wurden erstmals 2.000.000 € (bei 20% VaR) ausgelobt. Damit es für die Berechtigten keine Nachteile gibt, wird im April der Topf auf 4.000.000 € (bei 10 % VaR) verdoppelt. In den kommenden Tagen wird es im Forum bei Darwinex sicher hoch her gehen. Interessenten rate ich daher, die Diskussionen zu verfolgen. Wer Sprachhürden befürchtet, dem empfehle ich, sich an Ignacio Colon zu wenden. Er spricht perfekt deutsch und ist ein angenehmer und sehr auskunftsbereiter Partner.

Ist darwinex mit Social Trading vergleichbar ?

Klares NEIN.

Warum?

Social Trading zeichnet sich vor allem durch seine Transparenz im Sinne von Offenlegen der Trades und Positionen und den Ideen- und Informationsaustausch aus. Anbieter wie eToro oder ZuluTrade erfüllen beide Kriterien, ayondo nur eines – Transparenz.

Social Trading hat wie vieles andere auch zwei Seiten.

Aus Tradersicht – Informationsaustausch, Entwicklung von Handelsideen oder angenehmes “Wohnzimmertraden” sicher ein Vorteil, der Schutz des geistigen Eigentums, die Trennung des Wesentlichen vom Müll im ständigen Social Media Stream und die Frage der Legalität der eigenen Aktivitäten als Herausforderung*

Aus Investorensicht – der Vorteil, von bisher unentdeckten profitablen Tradern zu partizipieren und andererseits sich vor scam zu schützen und die Massen von Blendern und Bluffern von den wenigen gehaltvollen und vertrauenswürdigen Tradern zu unterscheiden.*

*(Die Argumente zitieren Aussagen eines Webinars von darwinex bei fxstreet)

Darwinex schützt die Strategien der Trader, indem keine einzelnen Trades sichtbar sind und auch die letzten 3 Positionen anonym bleiben. Als Nutzer kann man nur die Positionierungen einsehen, also z.B. EURUSD long oder short und die jeweilige Haltedauer. Keine Aussage zu Positionsgröße, Entry, Exit etc. 

Schon allein aus diesen Gründen ist das Angebot mit keinem Social Trading Anbieter vergleichbar. Juan Colòn hat es in einem Webinar treffend mit einem Vergleich zu Coca Cola beschrieben. Stell Dir vor, Coca Cola würde sein Rezept offenlegen, also die Geschäfts- und Existenzgrundlage. Jeder Dödel könnte dann die Plörre kopieren und selbst das Geld verdienen. Der Vergleich ist sicher sehr plakativ, trifft es aber.  

Was können Trader auf Darwinex handeln?

Darwinex ist eine Handelsmarke von Tradeslide Trading Tech Limited, einem FCA regulierten  Broker mit Sitz in London. Waren bis Dezember 2015 nur sehr liquide Forexpaare handelbar, so wurde die Palette um diverse wichtige Index CFD’s und Rohstoffe erweitert. Das Anlageuniversum wird schrittweise ausgebaut, So verschaffte die Aufnahme von Index CFD’s einen erheblichen Schub an Kapital und Interesse von darauf spezialisierten Tradern.

Etwas Wasser muss ich jedoch interessierten CFD-Händlern einschenken. Des deutschen Traders liebstes Kind – CFD’s auf den Dax, kann man zwar über den Broker von Darwinex handeln – jedoch nur für den Eigenbedarf. Index-CFD’s auf den Dax oder den FDAX werden nicht Gegenstand eines Darwin sein. Hier muss man auf andere CFD’s, wie z.B. auf den FTSE oder DJII ausweichen. Der übliche Spread zu den Haupthandelszeiten liegt beim Dow-CFD bei 2 Punkten, ist also vertretbar.

In 2017 wird eine weitere Neuerung in Angriff genommen werden, der Futurehandel. Damit soll die Plattform für die Vielzahl professioneller Interessenten geöffnet werden, die mit Metatrader nichts am Hut haben und natürlich auch dem Damoklesschwert CFD – Handel vorgebaut werden.

Was aber sind Trader ohne Investoren?

Die Investorenplattform lief einige Monate im Betatest auf Einladung. Seit Dezember 2015 steht sie allen zur Verfügung.Die Mindestkapitalisierung beträgt 500 Euro. Die einzelnen Strategien (darwins) können ab mindestens 200 Euro je darwin erworben werden.

Der aktuell erfolgreichste Händler kann auf 346 Investoren und $ 788.512.98 AuM blicken. Davon stammen 133629.65 € aus der DarwinIA Challenge. Es lohnt sich also durchaus für interessierte Händler.
Fazit: Wer sich seinen Traum vom eigenen kleinen Geschäftsmodell jenseits der klassischen Social Trading Anbieter erfüllen möchte, hat mit Darwinex ein zukunftsfähiges Angebot

 

Michael Tomaschek
Über Michael Tomaschek 16 Artikel
Michael Tomaschek ist seit 1998 an der Börse aktiv. Ab 2005 mit CFD's und seit 2007 als Forex- und Future-Trader. Neben einer beruflichen Tätigkeit handelt er hauptsächlich mit Devisen und Indextrading per CFD und veröffentlicht seine Erfahrungen im Blog Trading-der-Besten.

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