Auf dem Weg zum Jahreshoch? DAX am Septemberhoch

Chartanalyse des Deutschen Aktienindex

 

Die Vorwoche endete noch einmal mit einer starken Bewegung auf der Oberseite. Mehr als 300 Punkte konnte der DAX zulegen und dabei in den Bereich um 12.500 vordringen. Dort liegen die Hochs aus dem Vormonat und damit ein dicker Widerstandsbereich. Wie sollte man als Trader hier agieren?


Ausgangssituation für die neue DAX-Woche


Mit einer stabilen Eröffnung um 12.250 Punkte startete der DAX am Freitag mit einem GAP auf der Oberseite und baute dieses rasch aus. Hierbei war der mögliche Bruch des Korrekturlevels als bullishe Auflösung am Freitagmorgen in unserer Analyse beschrieben worden – Chartbild Rückblick:


Großes Chartbild nach oben aufgelöst
Großes Chartbild nach oben aufgelöst


Die Konsolidierung war damit beendet und der Markt spielte massiv Kaufdruck aus. Dieser stoppte nicht an der nächsten runden Marke von 12.300 und auch nicht an der 12.400, sondern konnte am Ende des Handelstages sogar die 12.500 überschreiten.

Was war geschehen? Am Markt sickerte durch, dass die Gespräche zwischen China und den USA bezüglich der Zölle und Handelsbeschränkungen gut anliefen und am Abend dann sogar ein erster Deal mit Namen „Phase 1“ verabschiedet werden konnte. Damit sind augenscheinlich erst einmal die nächsten Schritte ausgebremst, also ab Dienstag keine Erhebung von Strafzöllen auf chinesische Waren aktiviert. Immerhin handelte es sich hierbei um Waren im Gegenwert von 250 Milliarden US-Dollar. Kein Wunder also, dass die Börsen dies im ersten Schritte mit Erleichterung honorierten.

Die Randdaten des Handelstagen konnten sich demnach sehen lassen und lauteten wie folgt:

Eröffnung12.248,88PKT
Tageshoch12.511,65PKT
Tagestief12.240,94PKT

Insgesamt schloss die Woche nach diesem Squeeze, der einem sehr bullishen Kaufsignal folgte, auf einem neuen Verlaufshoch:


DAX-Squeeze am Freitag
DAX-Squeeze am Freitag


Denn mit der 12.500 ist das Septemberhoch erneut angelaufen und um einige Punkte überschritten worden:


DAX trifft Septemberhoch
DAX trifft Septemberhoch


Als „Big picture“ könnte man nun von einem weiteren Run in Richtung der Jahreshochs ausgehen. So zeigt es zumindest die Charttechnik im Tageschart an:


DAX-Jahreshoch als nächstes Ziel?
DAX-Jahreshoch als nächstes Ziel?


Doch die gezeigte Dynamik spricht vorerst für eine Konsolidierung unter 12.500 noch einmal. Womöglich nur zum Kraft sammeln? Blicken wir dazu auf die ersten Kurse der Handelswoche.


Erste Kursindikationen der Handelswoche und Termine


Der erste Blick auf die Indikationen bestätigt die Gedanken einer Konsolidierung unterhalb der Septemberhochs. Mit Notierungen um 12.460 ist der DAX am Morgen kurz vor dem XETRA-Start leicht schwächer und trifft beinahe das erste Konsolidierungsziel:


DAX am Morgen an erster Konsolidierungszone
DAX am Morgen an erster Konsolidierungszone


Gibt die 12.450 hier keinen ersten Halt, dann sind folgende weitere Marken für ein tieferes Eingreifen der Bullen in diesem zweiten vorbörslichen Chartbild vermerkt:


Weitere Konsolidierungslevel im DAX
Weitere Konsolidierungslevel im DAX


Hierbei sind sicherlich noch einige Marktteilnehmer voller Tatendrang, die vielleicht die Bewegung der letzten Woche verpasst haben.

An Impulsen ist heute eher wenig von der Konjunkturseite zu erwarten.

Aus dem Wirtschaftskalender ist für Montag um 11.00 Uhr die Europäische Industrieproduktion zu entnehmen und bereits ab 9.15 Uhr eine Rede von Luis De Guindos, der seit Juni 2018 Vizepräsident der Europäischen Zentralbank ist.



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News zum Handelsstreit dürften immer wieder durchsickern und am Markt reflektiert werden. Behalten Sie daher zum Wochenausklang Ihr Risikomanagement immer bei.

Viel Erfolg wünscht Ihnen dabei Christian Schürholz von Daytrading-Live.de

Christian Schürholz
Über Christian Schürholz 40 Artikel
Seit 20 Jahren ist Christian Schürholz aktiv an der Börse. Von Aktien, über Zertifikaten zu CFDs und Forex hat er schon (fast) alles gehandelt, sowohl auf Basis fundamentaler und technischer Analyse. Durch seine langjährige Erfahrungen im Brokeragegeschäft ist ihm auch die institutionelle Seite bestens bekannt.

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