SEC findet Verbindung zwischen Buybacks & Insider Verkäufen

Der SEC geht ein Licht auf - Bildquelle: Pixabay, unter Pixabay License
 

Die lieben Buybacks, eine Spielart des Financial Engineerings, welche sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich ausgebreitet hat. Vor 1982 waren Buybacks in den USA zwar nicht völlig illegal, jedoch war der Aufkauf eigener Anteile durch strenge Auflagen reguliert. Es hatte wohl seine Gründe.

 

 

Nach 1982 wurden diese Restriktionen aufgeweicht und abgeschafft. Diese neue Einschätzung hatte gravierende Auswirkungen, denn dadurch wurde der Aktienkurs selbst, dass Hauptprodukt, auf dass sich das Management konzentrierte. Die Unternehmung selber wurde dadurch zu einem Nebenprodukt degradiert.

Insgesamt wurde mit den Buyback Programmen sehr viel Schindluder auf Kosten der Eigentümer betrieben. Vielleicht endet diese Zeit nun, denn die SEC hat Verbindungen zwischen Buybacks und Insider Verkäufen gefunden.

 

SEC findet Verbindungen

 

Wie Yahoo Finance gestern berichtete fand die SEC Auffälligkeiten zu den Terminen, an denen Unternehmungen Buyback Programme verkündet haben. An diesen stieg erstaunlicherweise die Anzahl der Insider Verkäufe des Managements.

Corporate executives cash out of their own stock more after their firms announce stock buybacks than on a typical day. And in the long run, the share prices of those companies underperform. This is according to a letter written by SEC Commissioner Robert Jackson.

[…]

“If executives believe a buyback is the right thing to do, they should hold their stock over the long term. Instead, we found that many executives use buybacks to cash out. That creates the risk that insiders‘ own interests — rather than the long-term needs of investors, employees, and communities—are driving buybacks,“ Jackson wrote.

[…]

Quelle: Yahoo Finance – https://finance.yahoo.com/news/sec-executives-sell-after-buybacks-stock-underperforms-193026227.html

Ist doch echt … dreist?

Eigentlich sogar -leider fallen mir an dieser Stelle nur Unhöflichkeiten ein – oder? Hier wurden mit voller Absicht die Unternehmen, Eigentümer und Angestellte vom Management hinters Licht geführt. Das Kapital der Unternehmung sollte nicht sinnvoll eingesetzt werden, sondern das Management selbst hat sich damit die eigene Entlohnung „optimiert“.

Ein Umstand auf den ich schon des Öfteren hingewiesen habe.

Buyback-Programme: Ein nie dagewesener Raubzug

Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die SEC im Endeffekt verhalten wird.

Uns als Anleger bleibt bis dahin nur die Möglichkeit diejenigen Unternehmen zu umschiffen, bei denen das Management nur darauf bedacht ist den Aktienkurs kurzfristig zu optimieren.

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