Rote Woche bei Bitcoin | Kurs bricht doppelt ein | Hintergründe und Trading-Ideen

Goldman Sachs und ein bestimmtes Netzwerk stehen unter Verdacht

Rote Woche bei Bitcoin | Kurs bricht doppelt ein | Hintergründe und Trading-Ideen
Rote Woche bei Bitcoin | Kurs bricht doppelt ein | Hintergründe und Trading-Ideen
 

Knapp 8 Prozent fiel die Kryptowährung Bitcoin in dieser Woche. Nicht in einem Trend, wie es an der Börse oftmals zu beobachten ist, sondern vielmehr in zwei Impulsen. Was war bei BTC/USD genau los und wo stehen wir im Chartbild? Recherchen stoßen auf eine große Wallet und Goldman Sachs.

 

Zwei Impulse bei Bitcoin sorgen für Kursrutsch

Die Ursachenforschung ist schwer zu betreiben. Gibt es doch in den einschlägigen Foren wenig Informationen. Auf zwei Argumente gehe ich gleich ein. Einig sind sind sich Bitcoin-Experten jedoch über das Volumen. Denn letztlich führt genau ein solcher Verkaufsüberhang erst zu einem Kursrutsch. Diese beiden Impulse stelle ich nun im Stundenchart dar:

 

Abwärtsimpulse bei Bitcoin vergangene Woche
Abwärtsimpulse bei Bitcoin vergangene Woche

 

Den ersten Impuls hatte ich beinahe tradingtechnisch eingefangen. Es fehlten wenige Sekunden, die Order war in Vorbereitung, denn die Analyse war bereits vollzogen. Doch etwas zu schnell kam die „Überraschung“ und ich hatte das Nachsehen. Man kann dies auf Facebook noch einmal nachlesen oder zukünftige Ideen von mir natürlich einsehen:


Und was steckte genau dahinter?

 

Ursachenforschung bringt Goldman Sachs und Silk Road ins Spiel

Nach eingehender Recherche fand ich auf btc-echo zwei mögliche Ursachen für den zweiten Kurssturz. Er geschah von unserer Zeitzone aus betrachtet in der Nacht. Dabei wurde heiß spekuliert, ob der Kursabfall mit größeren Geldbewegungen im Zusammenhang mit der Walletadresse des Drogenumschlagplatzes „Silk Road“ in Zusammenhang stehen könnte. Folgende Hintergründe sind auf btc-echo aufgezeigt worden:

 

Auf Reddit sagte der Nutzer sick_silk bereits am 30. August 2018 größere Preisbewegungen voraus. Er sprach von einer Silk-Road-Wallet, die nach langer Abwesenheit wieder aktiv geworden war. So sollen es insgesamt 111.114,62 Bitcoin mit einem Gegenwert von damals rund 844 Millionen US-Dollar sein, die nach und nach auf verschiedene Kryptobörsen bewegt worden sind. Diese, so lässt es eine Vermutung zu, gehören zum berühmt-berüchtigten DarkNet-Schwarzmarkt Silk Road.

Wie sich dies entwickelte und welche Spekulationen um diese Wallet-Adresse geführt werden, muss man wohl in kleinen Schritten selbst erforschen. Hierzu fehlt mir offen gesagt der entsprechende „Zugang“.

 

Etwas offensichtlicher könnte dieser Grund sein. Quellen aus dem Hause Goldman Sachs berichteten der Business Insider am 5. September, dass die Pläne für einen Trading Desk speziell für Kyptowährungen nicht weiter verfolgt werden würden. Schuld sind unklare Regulatorien, welche zur Entwicklung des Geschäftsmodells in Richtung „Dienstleistungen und Verwahrung“ bringen sollen. Dies käme gänzlich einer Abstufung der Relevanz von Kryptowährungen in der Bankenlandschaft gleich.

 

Was sagt das große Chartbild?

Panik muss man deswegen noch nicht schieben. Vielmehr ist im 4-Stundenchart zu sehen, dass der Bitcoin genau in eine alte Range eingedrungen ist. Im Tief traf er auf die untere Kante dieser Seitwärtszone, die vor genau einem Monat den Preis der Kryptowährung bestimmte. Er war insbesondere für Range-Trader interessant.

 

Spezifizierung der Trading-Range Bitcoin
Spezifizierung der Trading-Range Bitcoin

 

Sollten hierbei keine Nachwirkungen der Ursache eintreten, könnte aus Sicht der Charttechnik diese Range wieder dominieren. Dies bedeutet eine eher langweile Phase mit Kursen zwischen 6.150 und 6.550 US-Dollar. Immer noch genug Volatilität für Trader, doch das nächste Momentum sollte erst bei einem Ausbruch aus dieser Range generiert werden.

 

Dabei fällt das Jahrestief im Tageschart ins Auge, welches Trader und vor allem Investoren beobachten sollten:

 

Tageschart Bitcoin mit Jahrestief
Tageschart Bitcoin mit Jahrestief

 

Man kann hierbei nur raten, sich nicht verunsichern zu lassen und auf Meldungen abseits des „Mainstream“ zu achten. Vorhersehen sind dies sicherlich nicht, doch die Charttechnik zeigt auf, an welchen großen Marken Investoren zugreifen und auch abstoßen. Daran orientiere ich mich weiterhin.

 

Viel Erfolg wünscht Bernecker1977 (Andreas Mueller)

Bernecker1977
Über Bernecker1977 168 Artikel
Bernecker1977 ist der Trader, Referent und Coach Andreas Mueller. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs und ist nicht nur auf wallstreet-online bereits seit dem Jahr 2005 in den "Tages-Trading-Chancen" Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

4 Kommentare

  1. Und schon ist der Artikel wieder überfällig, weil der BTC unter die „alte Trading-Range“ gefallen ist. Man kann noch lange nach Ursachen gucken, solange man in Bitcoin noch mehr als ein Nullsummenspiel sieht.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.