Der große Bitcoin-Crash – ausgelöst durch den eigenen Erfolg?

Der große Bitcoin-Crash
Bitcoin Logo
 

Der Bitcoin sollte dem Finanzsystem das fürchten lehren. Eine Währung ohne die Notwendigkeit von Finanzintermediär. Geschaffen von dem Zusammenspiel von abertausenden dezentralen Rechnern und damit unmöglich durch Regierungen endgültig zu kontrollieren. Bitcoin ließ viele Menschen von einer besseren Welt träumen.

 

Eine Welt mit direkten Verträgen zwischen den Marktteilnehmern und dem Aufbruch der konzentrierten ökonomischen Macht. Doch was ist von diesem Traum noch übrig? In diesem Artikel werden Sie erfahren, warum Bitcoin ohne schnelle Reformen kollabieren könnte, und warum der große Bitcoin-Crash gerade Kleinanleger hart treffen wird.

 

Bitcoin größte Marktkapitalisierung – zu wenig Transaktionen

Während Bitcoin selbst gemessen an der Marktkapitalisierung weiterhin die Nummer 1 unter den Kryptowährungen ist, kommen für mich immer größere Fragezeichen über die zukünftige Perspektive des Coins auf. Schon vor Wochen zeichnete ich Ihnen ein Bild von dem größten und genialsten Schneeballsystem der Welt. Doch auch damals deutete ich bereits an, dass solch ein Schneeballsystem sehr lange laufen kann. Doch aktuell scheinen wir uns dem Finale zu nähern. Einige Gründe nannte ich bereits in älteren Artikeln.

So konnte Ethereum seinen Anteil an den Transaktionen innerhalb der Krptowährungen mittlerweile auf knapp 61 Prozent ausweiten. Bitcoin fiel dagegen auf unter 20 Prozent. Trotzdem stellt Bitcoin weiterhin den größten „Wert“ unter den Coins dar. Dies zeigt auch folgende Grafik von bitinfocharts:

Krypto Marktanteile und Transaktionen
Marktanteile und Transaktionen in Kryptos

 

Doch genau hier entsteht aktuell das Gefahrenpotenzial. Denn eines steht fest: Gerade eine Kryptowährung muss halten was sie verspricht und Bitcoin ist dabei, dieses Versprechen endgültig zu kassieren. Schauen wir dazu auf das aktuelle Chartbild, Broker ist AVATRADE (zur Info) und Kurstool Metatrader:

 

Der große Bitcoin Crash ist nicht mehr fern
Bisher nur eine Korrektur, aber der große Bitcoin-Crash könnte kommen


Transaktionsdauer im Bitcoin ist zu hoch

Gerade in volatilen Zeiten stieg in den letzten Tagen die Dauer einer bestätigten Transaktion auf über 4 Stunden. Nun werden die Anhänger des Bitcoin zu recht einwenden, dass die Finanzbranche deutlich länger braucht, um Geld von einem Institut auf ein anderes zu übertragen. Allerdings ist dieser Umstand gemeinhin bekannt und man erwartet es auch nicht anders. Sollte es im Euro jemals zur Normalität werden, mehr als 10 Prozent am Tag zu schwanken, würden wir mit diesem Zustand wohl nicht mehr leben können.

Und genau hier kommt das große Problem auf die Halter des BTC zu. Je schwieriger der Markt wird, desto länger kann es dauern eine Transaktion bestätigen zu lassen. Außerdem entwickelt sich nach und nach ein extremer Kapitalismus innerhalb des Bitcoin-Systems. Die Transaktionsdauer ist nämlich gerade für Kleinanleger ein Problem, während die großen Anleger über den Preis deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen können.

In Sachen Transaktionen könnte Bitcoin also ein Nischenprodukt bleiben, wie die ING Bank schrieb.

 

Bitcoin Crash – Wieder eine Eintagsfliege? Chartanalyse und Aufarbeitung

 

Variable Transaktionskosten als Nachteil für Kleinanleger

Während der Ursprungsgedanke im Bitcoin viel mit Gleichberechtigung und guten Startvoraussetzungen für alle einherging, entwickelt sich die BTC-Ökonomie immer mehr zu einem normalen kapitalistischen System. Gerade in Crash-Situationen zieht es naturgemäß viele Anleger zum Verkauf ihres Wertes. Je mehr Leute zur gleichen Zeit aus ihrem Bitcoin raus wollen, desto länger dauern die Transaktionen. Aktuell unbestätigte Transaktionen stehen bei rund 200.000 und sind auf blockchain.info live zu finden.

Schnellere Transaktion durch höhere Gebühren

Diese lassen sich nur beschleunigen, indem man den Bitcoin-Minern deutlich höhere Gebühren bietet. Dann werden Transaktionen bevorzugt behandelt. Lesen Sie dazu gern folgenden Artikel auf coincentral.com.

Es liegt in der Natur der Sache, dass so gerade große Anleger die deutlich mehr zu verlieren haben, zu erst abgewickelt werden. Dieses Anreizsystem scheint niemand wirklich zu hinterfragen.

Langes Warten bei der Anlage in Bitcoin – ein großer Nachteil!

Wenn ich mir vorstelle, dass ich meine Aktienwerte in Bedarfsfalle stundenlang nicht verkaufen könnte weil andere Anleger mit größeren Depots den Vorzug erhalten, dann frage ich mich wirklich, ob ich überhaupt noch eine Chance am Markt hätte.

 

Bitcoin am Ende? Ist der Boom um die Blockchain vorbei?

 

Gerade für den Bitcoin wird so der Erfolg und die riesigen Summen, um die es geht dazu führen, dass Kleinanleger am Ende große Probleme bekommen werden. An einem ruhigen Handelstag dürften die meisten Anleger weiterhin „gleich sein“, doch wehe es wird schwierig am Markt. Dann dürfte gerade für BTC-Anleger der alte Spruch aus animal farm gelten…

„all animals are equal but some animals are more equal than others“

 

Ein Crash im Bitcoin wird vor allem Kleinanleger treffen

Der Umstand, dass über Ethereum deutlich mehr Transaktionen abgewickelt werden – dazu Grafik 1 oben im Artikel (mit steigender Tendenz) – ist für sich genommen bereits ein Zeichen, dass es in der Zukunft schwierig für Bitcoin werden kann. Auch die Geschwindigkeit der Transaktionen, die gerade in schwierigen Situationen deutlich ansteigt, ist schon schlimm genug. Doch gerade die Bevorzugung von zahlungskräftigen Marktteilnehmern dürfte für die Kleinanleger endgültig problematisch werden. Alle hier beschriebenen Umstände zusammengefasst, erhöhen die Wahrscheinlichkeit für einen Kollaps in BTC deutlich. Ohne eine grundlegende Reform des Systems dürften gerade Kleinanleger über Kurz oder Lang auf großen Verlusten sitzen bleiben. Und wenn der Kleinanleger sich dann entschließt, die Reißleine zu ziehen und seine Bitcoin zu verkaufen, geht das große Hoffen und Bangen für ihn erst richtig los.

 

Auf dem Weg dahin informieren wir Sie natürlich auch weiterhin sehr gerne.

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