Trading-Treff-Wochenrückblick KW32 – Markt verliert an Kraft

Die Zeit der Rekorde scheint nun auch in den USA vorbei zu sein. Kursrückschläge standen auf der Tagesordnung bei allen großen Aktienmärkten. Natürlich ging dies auch nicht am Deutschen Aktienmarkt unbeobachtet vorbei. Er reihte sich in diesen globalen Abgabedruck ein und ließ ebenso eine Menge Punkte hinter sich. Wie dies genau aussah und was der Auslöser für diese, zumindest für die Wall Street geltende, ersten Anzeichen einer möglichen Trendwende waren, zeigt der Trading-Treff-Wochenrückblick KW32 nun im Detail auf und stellt Ihnen zudem spannende Themen aus der Vorwoche hier noch einmal gesondert vor.

 

Die Märkte im Rückblick

Ein entsprechender Marktüberblick sollte natürlich auch die Bewegungen der großen Aktienmärkte mit abbilden. Man sieht hier deutlich den Gleichlauf der Aktienmärkte in der Vorwoche. Dieser ist in dieser Optik immer am Wochenende auf finanztreff.de zu finden und nun hier als Einleitung der Zusammenfassung abgebildet:

Trading-Treff-Wochenrückblick KW32
Der Rückblick auf die Märkte im Wochenverlauf

Abgaben dominierten hier die Märkte. Nach 10 Gewinntagen in Folge im Dow Jones sicherlich nicht ungewöhnlich, wohl aber bedrohlich mit Blick auf den Hintergrund. Hier wird in den Medien von einer „Korea-Krise“ gesprochen. Gemeint ist die offene Auseinandersetzung zwischen dem Präsidenten Nordkoreas Kim Jong-un und dem US-Präsidenten Donald Trump. Sie beruht letztlich auch auf einem Kräftemessen und droht militärisch zu eskalieren. Eingeschaltet haben sich auch weitere Staatschefs, unter anderem Angela Merkel, um diesen Konflikt zu entschärfen. Jeder Leser kann sich sicherlich vorstellen, was eine Eskalation und ein militärischer Schlag – egal, welche Seite diesen auslöst – im Ernstfall bedeuten könnte! Darauf möchten wir daher nicht weiter eingehen…

 

…aber auch erklären, wie dies mit den Kursbewegungen im Einklang steht. Krisen haben immer das Sicherheitsbedürfnis von Menschen geweckt oder noch verstärkt. Am Kapitalmarkt ist dies oftmals mit einer Umschichtung in vermeintlich sichere Anlagen verbunden. Diese sind beispielsweise in Sachwerten oder auch Rohstoffen zu finden. Während der DAX also in dieser Woche um 2,3 Prozent nachgab, legte Gold auf der „sicheren Seite“ um 2,3 Prozent zu. Wohl eher kein Zufall und womöglich Zeit für ein Umdenken. So profitierten auch die „Fluchtwährungen“ Schweizer Franken und der Yen.

 

Doch wir hoffen natürlich im Interesse aller Menschen in den benannten Gebieten und im Sinne des gesunden Menschenverstandes, dass hierbei die Vernunft siegt und zu einer Deeskalation führt. Dem Hauptaugenmerk sollten wieder keine politischen, sondern vielmehr wirtschaftliche Zusammenhänge gelten. Auch wenn diese Meldungen den Dow Jones wieder unter die 22.000 Punkte und den DAX zwischenzeitlich unter 12.000 Punkte drückten.

 

Abseits dieser politischen Börsen gab es in der vergangenen Woche auch realwirtschaftliche Dinge zu vermelden. Die Verbraucherpreise stiegen in den USA überraschend nur um 0,1 Prozent (die Erwartung lag bei 0,2 Prozent) und die Erzeugerpreise sanken sogar. Dies legt nun den Schluss nahe, dass die Zinsen in den USA erst einmal pausieren könnten. Zu diesem Ergebnis kam beispielsweise der Notenbankpräsident von Dallas. Im Technologiebereich standen bei Snapchat (Aktie: SNAP, wir berichteten zum IPO) Quartalszahlen an. Das Umsatzwachstum von 150 Prozent klang gut, der Verlustanstieg von 116 auf 443 Millionen Dollar jedoch nicht. Damit fiel die Aktie auf ein neues Allzeittief. Ebenfalls unter Druck geriet der Einzelhändler J.C. Penney nach verfehlten Erwartungen. Im DAX waren die Zahlen eher durchwachsen. RWE profitiert vom Ökostrom, Thyssenkrupp schlägt die Erwartungen und bei der Deutschen Bank ziehen erneut dunkle Wolken auf. Kein ausreichender Mix, um den Index wieder steigen zu lassen.

 

So blieb der DAX letztlich zum Wochenausklang knapp über 12.000 Punkten, sieht aber weiterhin nicht gut aus. Doch kommen wir an dieser Stelle zu den Themen, welche auf Trading-Treff für reges Interesse sorgten und hier für Sie noch einmal herausgestellt sind.

 

Der Trading-Treff-Wochenrückblick KW32

In der 32. Kalenderwoche reihten sich die Autoren NICHT in die Weltuntergangsstimmung der Medien ein. Denn weder ist ein Krieg ausgebrochen, noch steht die Gesamtwirtschaft vor einem Abgrund. Auch wenn so genannte „Crashpropheten“ dies seit nunmehr Monaten und Jahren immer wieder in Interviews von sich geben – man muss nicht alles verinnerlichen und sollte sich nach unserer Meinung auf die Fakten besinnen. Daher erhielten Sie auf Trading-Treff.de täglich aktuelle Informationen, Meinungen und Trading-Ideen in gewohntem Format.

 

Der Goldpreis war natürlich auch hier ein beliebtes Thema. Hatte er sich doch in der vergangenen Woche sehr gut entwickelt. Dies ist nun auch dem charttechnischen Blick von Christian Lukas nicht entgangen:

Goldkurs steht vor einer Aufwertung
Goldkurs steht vor einer Aufwertung

Ebenso stand der Goldproducer-ETF im Blickpunkt: Chartcheck von ORBP

 

Am Aktienmarkt hielt der S&P500 an der Wall Street „noch“ die Unterstützung. Wir dürfen gespannt sein, wie lange und ob diese in der kommenden Woche weiterhin Bestand hat:

SPX hält Unterstützung
SPX hält Unterstützung

Selbige Unterstützung gilt es im DAX zu verteidigen. Wo diese mittelfristig liegt und ob wir ab dort eine Gegenreaktion erwarten können, zeigte Ihnen Karsten Kagels auf:

Aufwärtstrendlinie beim DAX-Index
DAX-Index

Denn Blasen gibt es sicherlich nicht nur bei Aktien im Zeitablauf zu beobachten. Aktuell fällt hier ein anderer Markt ins Auge. Doch lesen Sie selbst, was gemeint war unter:

Blasen in den Preisen für Anlagegüter
Blasen in den Preisen für Anlagegüter

Wer bei Blasen gleich an die Kursentwicklung von Bitcoin denkt, könnte mittelfristig richtig liegen. So zumindest die Aussage und der Vergleich dieser Analyse. Ein wenig provokant, aber auf jeden Fall lesenswert:

Bitcoin Kursziel 500 USD
Bitcoin Blase

Immerhin notierte der Kurs erstmalig über 3.000 US-Dollar und legte allein zum Wochenstart um rund 20 Prozent zu. Kein Markt für schwache Nerven und auch kein Markt, an dem man mit großem Hebel eine Position lange gegen sich laufen lassen sollte. Dies ist übrigens einer der Gründe, warum statistisch ein Großteil der Anleger Geld verliert. Um es genauer zu beschreiben und weitere Gründe zu nennen, ist dieser Artikel hier zu empfehlen:

Warum 99% Retail Trader an der Börse ihr Geld verlieren

Wir möchten Sie jedoch nicht entmutigen oder gar frustrieren. Denn es gibt natürlich auch (mentale Stärke vorausgesetzt) profitable Strategien! Wie ein solches Setup aussehen kann, erfahren Sie hier:

profitables Trading Setup
Erfolg im Trading

Und ganz konkret vor dem Hintergrund des politischen Grossereignisses in Deutschland – der Bundestagswahl – eine darauf abgestimmte statistische Auswertung mit einer Renditeerwartung von 10 Prozent. Unser „Wahlgeschenk“ an Sie vorab:

Wahlgeschenk
Wahlgeschenke im DAX

Für weitere Themen schauen Sie bitte in den einzelnen Rubriken vorbei. Denn diese Themenauswahl im Trading-Treff-Wochenrückblick KW32 soll Ihnen Lust machen, die Seite regelmäßig zu besuchen. Ihre Aufmerksamkeit, ein freundlicher Kommentar oder auch kritische Anregungen erfreuen alle Autoren. Um dies nicht zu vergessen, gibt es folgende Funktion:

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Viel Freude beim weiteren Besuch und vor allem auch viel Erfolg in der kommenden Woche,

Ihr Martin Kronberg im Namen vom gesamten Autoren-Team auf Trading-Treff.de

 

Martin Kronberg

Martin Kronberg recherchiert kritisch an der Basis der Finanzmärkte. Dabei werden nicht nur Themen aus dem Bereich Trading, sondern auch andere wirtschaftliche Zusammenhänge erörtert. Auf anderen Portalen tritt Martin Kronberg stellvertretend für die Autoren des Trading-Treff auf.

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