Anlageziele eines Traders und die Brokerwahl 2014

Während die Europäische Zentralbank den Leitzins von einem Rekordtief zum nächsten senkt, treibt es mangels annehmbarer Zinsen auf das Sparguthaben mehr und mehr Leute in den Aktienmarkt. Die Verschiebung hin zum eigenen Depot ist verständlich, schließlich zahlen viele DAX-Unternehmen eine ordentliche Dividende. Es ist also höchste Zeit sich mit den eigenen Anlagezielen auseinanderzusetzen. Zudem findet bis Ende November die Brokerwahl 2014 von Brokervergleich.de statt. Was es für die Teilnehmer zu gewinnen gibt und warum Sie mitmachen sollten, wird ebenfalls im Artikel behandelt.

Bild: In Deutschland haben fast ein Viertel der Onlinenutzer ein aktives Konto bei einem Broker. An der Umfrage haben pro Land 1.000 Personen teilgenommen. Bildquelle: Eigene Darstellung.

 

Sich selbst Gedanken zu den eigenen Anlagezielen machen!

Bevor ein Depot eröffnet wird, muss sich jeder Trader Gedanken über die angestrebten Anlageziele machen. Im nächsten Schritt müssen die Gebühren der Broker in Augenschein genommen werden. Ein Daytrader beispielsweise muss die Ordergebühren im Blick behalten, während ein konservativer Anleger den Fokus auf die Depotkosten und Verwaltungsgebühren legen sollte.

Anlagehorizonte:

–        Day- und Swing-Trader (unter 1 Jahr)

–        Kurzfristig (1-3 Jahre)

–        Mittelfristig (3-8 Jahre)

–        Langfristig (8-15 Jahre)

Abhängig vom bevorzugten Anlagehorizont werden die Anlageziele definiert. Im klassischen Vermögensmanagement wird dabei zwischen drei Dimensionen unterschieden: Rendite, Sicherheit und Liquidität. Die perfekte Geldanlage würde alle drei Dimensionen erfüllen. In Wahrheit stehen aber alle Variablen in einer Wechselbeziehung.

 

Bild: Das bekannte magische Dreieck kann um eine Dimension „Nachhaltigkeit“ erweitert werden. Bildquelle: Eigene Darstellung.

 

Mit der Variable Sicherheit ist die Sicherheit des Anlageproduktes gemeint. Derivate unterliegen einem Emittenten- und Aktien dem Kursrisiko. Die Liquidität definiert die Verfügbarkeit. Hochliquide Werte verfügen über einen geringen Spread. Die letzte Kennzahl ist die Rendite oder Rentabilität. Eine hohe Rendite impliziert immer ein hohes Verlustrisiko. Wer am Kapitalmarkt aktiv werden möchte, sollte sich über die drei erwähnten Komponenten Gedanken machen.

Immer häufiger fügen Banken und Berater noch eine vierte Variable hinzu, sodass aus dem magischen Dreieck ein Viereck wird. Es geht um die Nachhaltigkeit. Diese Komponente bevorzugt Investments die sich für den Klimawandel einsetzen, gegen Arbeitslosigkeit kämpfen, gegen Korruption sind und für Artenvielfalt einstehen.

Weitere Anlageziele:

–        Aufbau von Sicherheitsreserven: Anleihen… (Geringes Risiko, niedrige Rendite, hohe Liquidität)

–        Sparen für einen bestimmten Zweck: Fondsparen… (Geringes Risiko, mittlere Rendite, hohe Liquidität)

–        Sparen für ein ungefähr bekanntes Ziel (Altersvorsorge): Versicherungen… (Geringes Risiko, mittlere Rendite, geringe Liquidität)

–        Vermögensmanagement: Aktien… (Hohes Risiko, hohe Rendite, hohe Liquidität)

Bei den Anlagenzielen gilt folgende Regel: Mit steigender Rendite nimmt der Anteil der Aktien zu und der Anteil von Obligationen/Geldmarkt ab. Das Risiko steigt mit der Zunahme des Aktienanteils.

Brokerwahl 2014: Abstimmen und Gewinnen

Das Portal Brokervergleich.de ruft in diesem Jahr bis zum 23.11.2014 zur Wahl des besten Brokerhauses auf. Zur Auswahl stehen fünfzehn Anbieter und unter allen Teilnehmern werden zehn Preise verlost.

 Die Veranstalter verlosen unter jeden Teilnehmer wertvolle Preise:

–        1. Preis: Apple iPad Air

–        2. bis 3. Preis: Ein Apple iPhone 6 mit 16 GB Speicher

–        4. bis 10. Preis: Jeweils ein Gutschein von Amazon im Wert von 50 Euro.

Der Vorteil einer solchen Abstimmung liegt darin, dass Broker direkt mit dem Kundenfeedback konfrontiert werden und dies dann auch noch öffentlich wird. Sie sind also dazu angehalten, für die Zukunft die Kritikpunkte zu verbessern. Aus diesem Grund sollte sich auch jeder Trader primär daran beteiligen.

Worauf ist im Allgemeinen bei einem Broker zu achten?

Bevor ein Konto bei einem Broker eröffnet wird, sollte die zuständige Regulierungsbehörde recherchiert werden. Es gibt die deutsche BaFin, englische FSA, zypriotische CySEC und viele andere. Ein Broker ohne staatliche Regulierung ist nicht zu empfehlen. Einen höchstmöglichen Schutz erhalten Sie, wenn der Broker unter der Aufsicht der BaFin oder FSA steht.

Die Einlagensicherung liegt in Deutschland bei 100.000 Euro auf Spareinlagen. Für Geschäfte mit Devisen und Differenzkontrakte, allerdings nur bei 20.000 Euro. In England liegt die Sicherung bei 85.000 Pfund. Broker wie QTrade vermitteln als zusätzlichen Service für Großkunden auch Einlagensicherungen von bis zu 500.000 Pfund.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der deutsche Support. Große und seriöse Häuser bieten einen solchen Service an. Wer die englische Sprache in Wort und Schrift gut beherrscht kann auch einen englischsprachigen Anbieter wählen. Einen wirklichen Grund gibt es dafür aber nicht, denn es gibt zahlreiche deutschsprachige Alternativen.

Neben den hier erwähnten Auswahlkriterien spielen auch die Margin bei Hebelprodukten, die Kursstellung und viele andere Dinge eine Rolle. Diese sind aber meist produktspezifisch.

Wir wünschen Euch viel Spaß bei der Brokerwahl und Good trades.

 

NEU: Der Broker-Vergleich

 

Redaktion

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