Trump gegen Amazon – Der Angriff schafft Fakten

 

Seit ein paar Tagen hat Präsident Trump ein neues Twitter-Opfer – Amazon. Für Aktionäre des Handelsgiganten ist das wahrlich keine gute Nachricht. Die Aktie kommt zuletzt deutlich unter Druck. Doch was hat sich eigentlich geändert, seit dem Trump gegen Amazon feuert?

 

Fakt ist, dass die Aktie von Amazon in den letzten Jahren ein klassischer Kaufkandidat bei Schwäche war und in meinen Augen auch bleiben wird. Zu dieser Meinung stehe ich seit Jahren und so wird es für mich auch bleiben. Die Aktie von Amazon könnte in absehbarer Zeit die Marktkapitalisierung von einer Billion hinter sich lassen. Und selbst dann wäre sie nicht zu teuer. Damit tut Trump am Ende nur den Investoren einen Gefallen, die auf einen Rücksetzer warten. Oder etwa nicht?

 

Rücksetzer in der Amazon-Aktie durch Trump gegen Amazon
Rücksetzer nach Schlagzeilen zu Trump gegen Amazon

 

Chatbots als Streithähne

 

Trump schafft Einstiegskurse bei Amazon

Der aktuelle Rücksetzer, der durch Trump gegen Amazon ausgelöst wurde, dürfte eine echte Einstiegschance für Neuinvestoren in die Amazon-Aktie bieten. Bisher spricht alles dafür, dass dieser Sturm vorüberziehen wird und Amazon in nicht all zu langer Zeit ein neues Allzeithoch markieren wird. Der Chart im großen Bild zeigt jedenfalls keinerlei Anzeichen von echter Schwäche.

 

Trump gegen Amazon - Wird Trump weiter twittern?
Trump gegen Amazon – noch ist der Knick minimal

Auch die Wachstumsraten sind weiterhin stark. So schaffte das Unternehmen im Jahr 2017 einen Rekordumsatz von knapp 178 Milliarden USD nach 136 Milliarden USD im Jahr zuvor. Und auch das Jahr 2018 dürfte sich in diese Wachstumsgeschwindigkeit einreihen. Ein Ende ist nicht absehbar. Dabei bleibt also die Frage offen: Was könnte Trump konkret tun, um Amazon tatsächlich in Gefahr zu bringen?

 

Amazon kann nur politisch gestoppt werden

Eine Sache schwebt über erfolgreichen Unternehmen, die eine ungeheure Größe erreicht haben, schon seit über 100 Jahren. Ob Standard Oil, AT&T, IBM oder Microsoft – sie alle kamen schon mit dem Sherman Antitrust Act in Berührung.

Dabei handelt es sich um ein Gesetzt, welches zu große Marktmacht einschränken soll. In diesem Gesetzt sehe ich aktuell die einzige echte Gefahr für Amazon. Alle anderen Scharmützel werden am Ende von Amazon abprallen und das Unternehmen nur noch mehr herausfordern.

Sollte Trump zum Beispiel auf höhere Transportkosten für Amazon beharren, würde der Konzern die eigenen Bemühungen ein Liefernetz aufzubauen wohl nur beschleunigen. Über kühne Ideen wie dem fliegenden Warenhaus haben wir bereits auf Trading-Treff berichtet. Und Jeff Bezos kann man in dem Zusammenhang einiges zutrauen, insbesondere wenn er die Pistole auf der Brust hat.

 

Amazon und der Sherman Antitrust Act

Für mich steht daher fest, die einzige echte Gefahr, weiterhin hohes Wachstum über die nächsten Jahre zu behindern, dürfte nur in Bemühungen der Politik liegen. Und an dieser Stelle wäre der Sherman Antitrust Act exemplarisch für mögliche Ideen seitens einer Politik unter Trump. Selbst eine neue Gesetzesinitiative für diese Problematik ist dem Präsidenten an der Stelle zuzutrauen.

Amazon demnächst die Allfinanz Plattform?

Bei all den möglichen Ideen sollte aber eines klar sein: Wer sich großer Technologiekonzerne auf dieser Art entledigt, begibt sich in der aktuellen Phase der wirtschaftlichen Entwicklung in sehr unruhiges Fahrwasser. Aus diesem Grund halte ich diese Möglichkeiten aus heutiger Sich für unwahrscheinlich.

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