Stada auf Allzeithoch: Aktienanalyse

Stada auf Allzeithoch
Pillen
 

Im MDAX werden zuletzt viele Rekorde gefeiert. Einige Aktien stürmen dabei von Hoch zu Hoch. Gerade die Stada auf Allzeithoch ist sehr beeindruckend und liegt damit auf Platz 2 bei der Wertentwicklung in den letzten 12 Monaten.

Stada auf Allzeithoch

Im langfristigen Chart erkennt man die zuletzt sehr starke Dynamik deutlich und sieht auch hier eine leichte Überhitzung.

Stada auf Allzeithoch
Stada vs MDAX

 

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Diese Überhitzung ist vor allem durch Spekulation auf kaufkräftige Finanzinvestoren rund um Stada angeheizt worden. Diese setzt sich in der letzten Zeit noch fort. Es ist bezeichnend, dass solche starken Anstiege auf Rekordhochs zuletzt immer öfter von Kaufspekulationen getragen werden. Seltener werden diese von boomenden Geschäftsaussichten erzeugt. Ein Grund mehr die Aktie von Stada in den nächsten Wochen im Auge zu behalten.

 

Die Stimmung steigt – die Börse feiert

Es zeigt sich eine gewisse Sorglosigkeit an den Börsen. Diese will nicht so recht zum allgemeinen Umfeld passen. Übernahmespekulationen in Aktien die sich auf ihren Allzeithochs befinden sind typische Anzeichen. Die Stada auf Allzeithoch ist auch dafür nur ein Beispiel.

Natürlich sind wir alle nur Menschen und lassen uns von solchen Massenpsychosen gern anstecken. Allerdings darf man sich ruhig fragen, warum diese Gesellschaften nicht bereits vor 2 Jahren für die Hälfte gekauft wurde. An dieser Stelle fallen mir schnell die Worte Alternativlosigkeit und Geldschwemme ein.

 

Ist die Aktie alternativlos?

In Zeiten der Null- und Negativzinspolitik kommt das Argument der Alternativlosigkeit immer wieder auf den Tisch, wenn es um Möglichkeiten der Geldanlage geht. Dieser Umstand ist durchaus zu verstehen, immerhin ist der „sichere Verlust“ im Zinsbereich ein Umstand, der aktuell sogar noch drängender wird. Solange sich der Zins in der Nähe der Inflationsrate befindet, haben wir eine recht „normale Situation“ für Sparer. Ganz unabhängig von der Höhe des Zinses, denn am Ende des Tages entscheidet der Realzins ob meine Kaufkraft gestiegen oder gefallen ist, nicht aber die absolute Höhe der Erträge.

Realzins im negativen Bereich

Zuletzt stieg die Inflationsrate deutlich an und die Zinsen befinden sich weiterhin auf historisch niedrigem Niveau. In einer solchen Situation verlieren Sparer nicht nur aufgrund eines negativen Zinsumfeldes, nein auch die Inflation reißt sich nun jeden Monat ein Teil aus der Kaufkraft des ersparten Geldes.

Dividende – der bessere Zins?

Natürlich liegt es in einer solchen Situation nahe, andere Ertragsquellen zu öffnen. Für aktive Anleger kommt so unweigerlich die Dividende früher oder später auf den Tisch. Man ist versucht die Dividenden mit den Zinsen zu vergleichen. Im direkten Vergleich sind Aktien so für viele Sparer, die um den Umstand des negativen Realzins wissen, ein Fluchtpunkt geworden. Die relative Attraktivität der Aktie ist sehr hoch und so werden immer mehr „Sparer“ in den Aktienmarkt gedrängt.

Relative Attraktivität

An der Stelle weise ich immer wieder auf einen Umstand hin. Die europäischen Renditen werden bewusst künstlich tief gehalten. Das Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank verfehlt ihre Wirkung absolut nicht – allerdings wird dieses Programm früher oder später auslaufen. In einem solchen Umfeld ist die Inflation, die historisch betrachtet eher der Freund der Aktie war, gerade zu beginn ein Stolperstein. Immerhin steigt mit jeder neuen Meldung über eine höhere Inflationsrate der Druck auf die EZB, die Zinsen wieder „frei zu lassen“.

Die zuletzt recht gute Stimmung an den Börsen trifft bald auf die Realität eines Zinsanstieges. Daher könnte es ziemlich schnell vorbei sein mit der guten Stimmung. Insbesondere Dividendentitel werden in der nächsten Korrektur daher die ersten und auch die größten Opfer sein.

An dieser Stelle bleibt mir nur, uns allen ein glückliches Händchen zu wünschen!

deepinsidehps
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