Die Erfolgsstory Netflix: Blick auf die Aktie und die Quartalszahlen

 

Die Unternehmung wurde 1997 von Marc Randolph und Reed Hastings gegründet. Die Erfolgsstory Netflix begann als eine Alternative zu den damaligen Videotheken. Fünf Jahre nach dem Start der Unternehmung erfolgte dann der IPO, doch der endgültige Start der Erfolgsstory erfolgte mit der Einführung des Streamingdienstes. Bis zum Jahr 2007 verschickte die Unternehmung die Filme als DVDs per Post an seine Kunden. Die Einführung des Streamingdienstes katapultierte Netflix endgültig an die Spitze und machte den Weg frei für eine neue On Demand Kultur.

Gestern vermeldete die Unternehmung aus Los Gatos die Zahlen für das Q4 2017. Kurzum: sie konnten alle Analystenerwartungen schlagen! Werfen wir einen genauen Blick darauf, bevor die Chartanalyse für sich spricht.

Netflix mit besten Zahlen

Das Unternehmen konnte im vierten Quartal abermals die Nutzerzahlen steigern. Es kamen 8,3 Millionen neue Nutzer hinzu. Davon konnten erfreulicherweise 6 Millionen außerhalb der USA hinzugewonnen werden. Insgesamt hat Netflix nun 111 Millionen zahlende User und 7 Millionen Testabonnements.

Dadurch konnte der Umsatz in Q4 um ein Drittel gesteigert werden und liegt jetzt bei 3,3 Milliarden USD.

Im Q4 2016 lag der Gewinn noch bei ca. 66 Millionen USD, im Vergleich dazu lag dieser nun im vierten Quartal 2017 bei 185,5 Millionen USD. Für eine Unternehmung die gar nicht mal mehr so Jung ist, ist das eine erhebliche Gewinnsteigerung.

Der Gewinn für das Jahr 2017 wird voraussichtlich bei ca. 560 Millionen USD liegen und konnte damit im Vergleich zum vorherigen Jahr verdreifacht werden.

Diese außerordentlich guten Zahlen ließen gestern den Aktienkurs von Netflix um mehr als 9% emporschnellen.

Die Aktie von Netflix kennt kein Halten

NFLX Bar Quartals Chart: Das Momentum wächst weiter an
NFLX Bar Quartals Chart: Das Momentum wächst weiter an

Das Long Momentum der Aktie nimmt weiter zu. Damit ähnelt sie der Aktie von Amazon. Dieser Auswärtstrend verläuft seit Jahren stabil, womit die Wahrscheinlichkeit sich erhöht, dass er sich fortsetzen wird.

Besonders die Erfolgsstory in Bezug auf Nutzerzahlen, Internationalisierung, Erfolg der Serien, etc. beflügelt die Kursphantasien.

Eines muss jedoch beachtet werden: Der breite Markt befindet sich mittlerweile in einer Phase der Übertreibung. Solche Übertreibungen dauern manchmal nur ein paar Monate (2007), können jedoch viele Jahre anhalten (90er Jahre). Was ihnen jedoch gemein ist, ist das Ende das oft sehr abrupt folgt. Solche abrupten Korrekturen finden sich auch hier im Netflix Chart.

Ein Mittel, diesen Übertreibungen entgegenzuwirken, ist es, immer mal wieder Position in einer Aktie an die ursprüngliche Größe anzugleichen. Damit meine ich ganz einfach ein wenig Gewinne mitzunehmen. Dann freut man sich als Aktionär auch eher über Kursrückschläge, in denen man erneut kaufen kann.

Auch das wikifolio ANT1 FRAG konnte von den positiven Netflix Zahlen profitieren und erreichte ein neues ATH. Die Aktie von Netflix befindet sich seit dem Start des Musterdepots mit an Bord.

Insgesamt denke ich, dass die Internationalisierung dazu beiträgt, die Nutzerzahlen weiter anwachsen zu lassen. Die Story ist somit weiterhin für mich eine Erfolgsstory.

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