Aktienmärkte alternativlos im derzeitigen Zinsumfeld – Zürich-Axiome können helfen

Wer am Kapitalmarkt investiert, betreibt Zukunftsforschung. Oder besser: Wahrscheinlichkeitsrechnung. Denn das Risiko eines Anlageentscheides lässt sich berechnen. Doch was hält Anlager oftmals von sinnvollen Anlagen zum Beispiel in Aktien, Anleihen oder Fonds ab? Oftmals ist die absoluten Ungewissheit der Grund hinter aufgeschobenen oder nicht getroffenen Entscheidungen. Genau aus diesem Grund stelle ich Ihnen heute die Zürich-Axiome vor. Sie kennen die Zürich Axiome noch nicht? Dann wird es höchste Zeit diese kennzulernen!

Zürich-Axiome können bei den ersten Schritten am Kapitalmarkt helfen

Es ist doch so: Ein Anleger verliert garantiert Geld, wenn er nur an all die Ungewissheiten denkt, die in der Zukunft lauern und sein Portfolio auffressen wollen. Dabei handelt es sich um eine Psychofalle und diese ist wissenschaftlich erwiesen. Wer nur ans Stolpern denkt, der fällt auch.

Die Ungewissheit ist eine Konstante und ständige Begleiterin beim Anlageprozess. Wir wissen nicht, was die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump noch bringt oder ob der Nordkorea-Konflikt eskaliert. Der vergangene Börsensommer war darum relativ holprig, bestimmt von den genannten politischen Unsicherheiten, aber auch von einer mehr als gut verlaufenen Ertragssaison. Diese wurde begleitet von einer sich weiter aufhellenden Weltkonjunktur, einem starken US-Arbeitsmarkt, der hochtourig laufenden EU-Lokomotive Deutschland und überraschend guten Makrodaten aus China.

Was die Börsianer, Anleger und Trader nun aus diesen Umständen gemacht haben, resultierte in der beschriebenen holprigen Fahrt – und man braucht angesichts der geopolitischen Lage und dem mehr als irritierenden Verhalten Nordkoreas kein Wahrsager zu sein, um eine Fortsetzung dieser holprigen Fahrt zu prognostizieren. Die Marktpsychologie spielt auch hier wieder mit.

Zürich-Axiome – Eine Hilfe in unsicheren Zeiten

Was bedeutet dies nun vor dem Hintergrund der guten fundamentalen Daten, und der nicht dazu passen wollenden Stimmung vieler Anleger?

Natürlich bleibt die Ungewissheit betreffend der erwähnten politischen Risiken bestehen. Dieser jedoch zu erliegen und nicht die Vernunft einzuschalten, um die Chancen an den – im gegenwärtigen Zinsumfeld – alternativlosen Aktienmärkten zu erkennen, könnte für Anleger schmerzhafte Folgen haben. Was ich eingangs behauptet habe würde eintreffen: Wer nur ans Stolpern denkt, der fällt auch.

Um dies zu verhindern, kann ich jedem geneigten Anleger die Zürich-Axiome von Max Gunther ans Herz legen.

Zürich-Axiome in der Börsenpraxis

Doch warum sind diese Schweizer Thesen so interessant? Die Schweiz ist ein sehr kleines Land, hat keinen Zugang zu den Meeren der Welt, praktisch keine Rohstoffe, und selbst Landwirtschaft ist in der Alpenrepublik nur in geringem Maße möglich. Trotzdem gehören die Schweizer zu den reichsten Bürgern der Welt und verfügen mit dem Franken über eine der stärksten Währungen. Die Schweizer gehören zu den klügsten Spekulanten der Welt – und orientieren sich dabei an einem Katalog von Regeln, die als Zürich-Axiome bekannt wurden.

Die Videoreihe „Die Zürich Axiome: Thesen über Geld und Spekulation“ erläutert die 12 Axiome anschaulich und kann auf jeden Markt angewendet werden.

Einige Tipps erscheinen auf den ersten Blick ungewöhnlich. Dennoch gehören für viele Profis die Zürich-Axiome zu den besten Ratschlägen bei der Geldanlage. Regeln zum Umgang mit den persönlichen Finanzen gibt es unzählige. Viele fussen entweder auf jahrzehntelangen Erfahrungen von Anlegern, die sich in Börsen-Weisheiten verwandelt haben („Lege nicht alle Eier in einen Korb“), oder auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, etwa der Modernen Portfolio-Theorie („Diversifikation reduziert die Anlagerisiken“). Manchmal kommen Erfahrung und Wissenschaft zur gleichen Erkenntnis, manchmal schlägt den Anlegern jedoch die menschliche Psychologie ein Schnippchen und verführt die Investoren zu Fehlverhalten. Dass das Thema Psychologie eine große Rolle an den Börsen spielt, zeigt auch der Wetteralgorithmus hier auf Trading-Treff.

Die Zürich-Axiome in der Übersicht:

1. Risiko: Besorgnis ist keine Krankheit, sondern ein Zeichen von Gesundheit. Wer sich keine Sorgen macht, riskiert nicht genug.

2. Gier: Nehmen Sie Gewinne immer zu früh mit.

3. Hoffnung: Wenn das Schiff zu sinken beginnt, sollten Sie nicht beten, sondern abspringen.

4. Prognosen: Menschliches Verhalten ist nicht prognostizierbar. Misstrauen Sie jedem, der behauptet, die Zukunft zu kennen.

5. Muster: Das Chaos ist ungefährlich, solange es nicht beginnt, geordnet auszusehen.

6. Mobilität: Schlagen Sie keine Wurzeln, denn diese schränken Ihre Bewegungsfreiheit ein.

7. Intuition: Man darf auf eine Ahnung vertrauen, wenn man sie erklären kann.

8. Religion und Okkultes: Es ist unwahrscheinlich, dass Gottes Plan für das Universum vorsieht, Sie reich zu machen.

9. Optimismus und Pessimismus: Optimismus bedeutet, das Beste zu erwarten. Zuversicht bedeutet das Wissen, dass man auch mit dem Schlechtesten umgehen kann. Gehen Sie nie ein Engagement ein, weil Sie optimistisch sind.

10. Konsens: Missachten Sie die Meinung der Mehrheit. Sie ist meistens falsch.

11. Sturheit: Wenn es beim ersten Mal nicht funktioniert, vergessen Sie es.

12. Planung: Langfristige Pläne führen zu dem gefährlichen Glauben, die Zukunft sei unter Kontrolle. Es ist wichtig, langfristige Pläne niemals ernst zu nehmen.

 

Abgelegt sind diese auch im youtube-Kanal als Playlist bei Trading-Treff.

Ich wünsche Ihnen ein angenehmes Wochenende und hoffe Sie bald wieder begrüßen zu können.

Ihr Andreas Cara

Andreas Cara

Andreas Cara ist ein passionierter Unternehmer, Finanz-Freak und Gründer von NavigatorFX.com - dabei liegt sein Fokus seit 15 Jahren auf Finanzen und Technologie. Er bevorzugt im Trading Devisen und CFD's. Andreas Cara hat ein tiefes Verständnis von der Metatrader Programmiersprache MQL und erstellt automatisierte Handelssysteme, wie den DAX-Raptor, für die Handelsplattform Metatrader 4.

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