Negative Strompreise in Deutschland?

Wissen Sie was N!CHT normal ist? Wenn Sie etwas kaufen und dafür auch noch Geld erhalten. Und negative Strompreise gehören ganz sicher N!CHT in eine „normale“ Welt. Genau um dieses Paradoxon geht es mir heute.

Der Sturm Herwart ist gerade erst ein paar Tage Geschichte. An manchen Stellen sind die Auswirkungen allerdings noch zu sehen. Eine dieser Stellen ist der Chart für Strompreise. Negative Strompreise in Deutschland?

In der Kalenderwoche 43 kam es tatsächlich mal wieder zu Strompreisen unter Null.

Und ja, der Mechanismus von solchen Negativpreisen wirkt so, dass wer das Produkt nimmt auch noch Geld dazu erhält. Das dieser Umstand mit der sogenannten Energiewende zusammenhängt dürfte soweit klar sein. In dem Artikel „Strompreis-Kollaps durch „Herwart“„ stellen die beiden Autoren Sommerfeld und Zschäpitz diesen Umstand dar.

In stürmischen Zeiten produzieren die Windkrafträder oftmals extreme Spitzen, die N!CHT vor Ort von den normalen Kunden abgenommen werden können. Dieses Überangebot wird dann oftmals durch negative Preise bereinigt. Nachbarstaaten nehmen den Strom aus Deutschland ab und bekommen auch noch Geld dafür.

Negative Strompreise und ihre volkswirtschaftliche Auswirkung

Wie ein negativer Zins, der theoretisch Vermögenswerte unendlich aufwerten könnte, führen auch negative Strompreis früher oder später zu Auswirkungen. In dem oben genanten Artikel geht Andreas Struck vom Versorger WEMAG bereits auf eine Möglichkeit ein, wie man solche Energiespitzen nutzen könnte. Die Idee dahinter ist per se N!CHT neu und eine völlig logische Konsequenz eines Projektes wie der deutschen Energiewende.

Immerhin sind negative Preise immer etwas, was ein Problem anzeigt. Wie der Zinssatz unter Null für Einlagen der Banken ein volkswirtschaftliches Problem darlegt, so zeigt der Strompreis bei Energiespitzen ein Problem der aktuellen Energiewirtschaft. Ob sich zur Lösung dieses Problems am Ende diese Idee oder eine andere durchsetzt ist dabei völlig egal, denn aktuell laufen die Dinge für Gründer und Unternehmer ganz klar in die richtige Richtung. Eine Volkswirtschaft wird sich dieser Probleme annehmen – immer!

Negative Strompreise erzeugen Innovationsdruck

Auf der einen Seite kommt es immer wieder zu negativen Strompreisen aufgrund von kurzfristigen Überkapazitäten. Diese allein sind schon ein guter Grund, Ideen für eine Abschöpfung dieser Spitzen zu sondieren, denn mit einem solchen Umstand lässt sich Geld verdienen.

Auf der anderen Seite sind völlig neue Projekte dieser Art oftmals teure Unternehmungen. Damit ist N!CHT nur der negative Preis bei Anschaffung des Stroms und Umwandlung in ein speicherbares Medium von Interesse, sondern auch der zu erwartende Verkaufspreis. Dieser ist grundsätzlich positiv zu erwarten, wenn der Hauptenergieträger der Welt – das Öl – im Preis steigt.

Genau dieser Umstand kommt zu den negativen Preisen bei „Wetterspitzen“ aktuell noch dazu. Im Normalfall haben wir aktuell das perfekte Umfeld für Ideen und Projekte, die Schwierigkeiten der deutschen Energiewende aktiv anzugehen. Man sollte sich also eher N!CHT auf die aktuellen Probleme fokussieren, sondern vielmehr nach den sich bietenden Chancen suchen. In meinen Augen werden in den nächsten 10 Jahren extreme Fortschritte auf dem Gebiet der Speichertechnologie gemacht werden. Aktiengesellschaften, die auf diesem Gebiet vorne mitspielen können, sind extrem interessant. Sollten Sie bei Ihren Recherchen über solche Werte stolpern, dann lassen Sie es uns von Trading-Treff.de gerne wissen. N!CHTs ist spannender, als ein Teil der Zukunft in das Depot zu kaufen.

Bis zum nächsten Mal sagt,

N1CHT

N!CHT

Hier geht es N!CHT um N!CHTigkeiten, sondern um die positiven Erfolge des N!CHTstun. Diese Herangehensweise hat ihren Ursprung bereits in der antiken Theologie. Unser Autor zeigt Ihnen in seinen Beiträgen, wie Sie durch das Weglassen von schlechten Entscheidungen große positive Erfolge erzielen.

    Ein Gedanke zu „Negative Strompreise in Deutschland?

    • November 14, 2017 um 3:15 pm
      Permalink

      Das negative Problem sollte man doch an der Ursache angehen; und das ist nicht die Energiewende sondern die kontraproduktive Einspeiseverordnung.
      Man könnte ja das Problem ganz einfach aus der Welt schaffen, indem man an der am nächsten der Überproduktion liegenden Stelle die entsprechenden Erzeuger abschaltet. Das geht nirgeds einfacher als bei einem Windrad oder auch einer Solaranlage. Die Messtechnik ist dafür eingerichtet, nur machen muss man es.

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